Ford Connect Minicamper (#1502)

Das ist mein Minicamper auf Basis des Ford Tourneo Connect mit kurzem Radstand. Ziel war ein alltagstaugliches Fahrzeug (kompakt, sparsam, citytauglich, komfortabel), das sehr variabel nutzbar ist - vom 5-Sitzer-Kombi über Kleintransporter bis Camper für 2 mit Urlaubsgepäck und Sportausrüstung. Dabei sollte es ohne dauerhafte oder TÜV-relevante Veränderungen auskommen und äußerlich nicht gleich als Camper erkennbar sein. Das Konzept ist übertragbar auf alle Fahrzeuge der „Caddy-Klasse“.

Allgemeine Angaben

Fahrzeughersteller und Typ Ford Tourneo Connect Trend KR
Name des Halters Lars Kuhlemann
Land der Zulassung Deutschland
Baujahr 2018
Fahrzeug steht zum Verkauf? Nein

Motor

Motortyp Diesel
Hubraum 1,5 Liter
Zylinderzahl 4
Motorleistung in PS 120 PS
Drehmoment 300 Nm
Sonstiges
Automatikgetriebe, Euro 6d Temp

Fahrgestell

Radformel (4x2, 4x4, 6x6, 8x8) 4x2
Radstand KR
Anzahl der zugelassenen Sitze 5
Reifengröße 215/55 R16 97 V
Felgen LM Serie
Reifenart Ganzjahresreifen Goodyear Vector
Tankkapazität 60 l
Dieselfilter Nein
Allrad zuschaltbar oder permanent Nein
Differenzialsperren Nein

Aufbau

Aufbauhersteller Ford
Kabinenmaße Abmessungen (außen) 443x184x185cm
Material der Kabine Serienkarosserie, serienmäßiger Hochdachkombi in PKW-Version
Art und Stärke der Dämmung Serie
Anzahl der Schlafplätze 2
Fenster Dunkel getönte Serienverglasung rundum
Zwischenrahmen Keiner
Sonstiges
Zur Lüftung: eigentlich bin ich ein Fan von Dachluken, aber bei der PKW-Version macht der Himmel und die hinteren Airbags den Einbau kompliziert. Außerdem lassen Dachluken gleich den Camper erkennen, ich hätte die Fahrzeughöhe von 1,90m überschritten (wichtig in Frankreich!), und wie sich eine übliche Kunststoffhaube bei 180 km/h verhält, weiß ich auch nicht so genau... Also setze ich Kiemenbleche in die hinteren Seitenscheiben ein und lasse die vorderen Seitenscheiben nachts einen Spalt offen. Hier halten Windabweiser von ClimAir den Regen ab. Zusätzlich verwende ich bei Bedarf einen Heckklappenaufsteller.
Die Vorhänge aus Filz werden mit Saugnäpfen direkt an den Scheiben befestigt. Der vordere Vorhang ist an einem Gepäckspanngummi angebracht und wird an den Fahrerhaushaltegriffen eingehängt.

Grundriss

Erläuterung Grundriss
Nach Ausbau der Rücksitzbank werden Euroboxen mit gepolstertem Deckel ins Auto gestellt. Sie dienen als Bettunterbau, Laderaum und draußen auch als Sitzgelegenheiten und Tischfuß. Die Höhe ist nach Gepäckraumbedarf variierbar. Man kann auch nur eine Reihe Boxen einsetzen (als Einzelbett mit schmaler Matratze) und daneben z.B. ein Fahrrad laden. Ebenso kann man zum Durchladen z.B. für Ski oder Wakeboards in der Mitte eine Lücke lassen, dann liegt eine mit Gurtband-Scharnieren faltbare dünne Multiplexplatte mit Nadelfilzbezug auf den Kisten als Bettunterlage. Der Unterbau wird im Fahrbetrieb mit dem abgebildeten Gurtnetz komplett an den serienmäßigen Zurrpunkten im Auto befestigt (Ladungssicherung!).
Zum Bettenbau werden die Vordersitze ganz nach vorne gestellt und an den Gurtbefestigungen ein Stützrohr eingehängt. Darauf liegen 2 Sperrholzplatten, von denen eine auch als Tischplatte für draußen dient. Sie kann auf einem Fuß aus 2 Euroboxen festgeschnallt oder am Heck eingehängt werden. Die faltbare Kapok-Matratze ist 110x195cm groß. Inzwischen habe ich die Kapok-Matratze gegen 2 selbstaufblasenden Luftmatratzen in 10cm Dicke ausgetauscht. Die sind komfortabler als die doch recht harte Kapok-Matratze. Ausserdem sind sie leichter und kleiner verstaubar und ermöglichen deutlich flexibleren Zugang zu den Euroboxen.
Wenn mehr Sitze und gleichzeitig eine Schlafgelegenheit benötigt werden, kann die Rücksitzbank auch ganz oder teilweise montiert bleiben. Nach dem Umklappen der Lehne lässt sich das Bett ebenso aufbauen, da die Höhe mit den Boxen übereinstimmt. Allerdings ist der Gepäckraum dann recht klein, weil die meisten Boxen wegfallen.

Möbelbau

Material des Möbelbaus Birkenmultiplex 6,5mm und Pappelsperrholz 12mm, grau gestrichen, z.T. mit Nadelfilz beklebt
Sonstiges
Kunststoff-Euroboxen NextGen Seat Box von ab-in-die-box.de in verschiedenen Größen

Kocher

Kocher Trangia Sturmkocher Spiritus
Gasinstallation Keine

Kühlschrank, Kühlbox

Hersteller und Typ des Kühlschrank Einfache Kühlbox hinter Beifahrersitz, bei Bedarf mit Eis zu bestücken

Stromkonzept

Stromspannung im Chassis 12 V
Stromspannung im Aufbau 12 V
Ladewandler 24-12V Nein
110V / 230V im Aufbau? Nein
Wechselrichter Nein
Sontiges
Kein Eingriff in Serienelektrik, bewusster Low Tech-Ansatz (eben Camping). Innenbeleuchtung mit Batterie-LED-Leuchten, Radio/TV/Internet im Stand per Handy mit Bluetooth-Lautsprecher und Powerbank (Aufladung über Solarpanel oder unterwegs über USB-Anschluss)

Batteriekapazität im Aufbau

Batteriekapazität im Aufbau Keine Zweitbatterie

Stromgewinnung

Solarkapazität Faltbares Solarpanel zum Laden der Powerbank
Solarregler Nein
Brennstoffzelle Nein
Generator Nein

Heizung

Hersteller und Typ der Heizung Nur bei Bedarf Miniheizlüfter mit Keramik-Heizelement und Kippsicherung über Außenstrom
Warmwasseraufbereitung Nein
Fahrerhausheizung Serie

Gasanlage

Erläuterung Gasanlage
Keine Gasanlage

Wassersystem

Wasserführung Keine montierte Wasseranlage
Sonstiges
5 l Wasserkanister, 10 l Solardusche, faltbare Spüle

Toilette

Hersteller und Art der Toilette Porta Potti 335 in einer der Euroboxen einsetzbar
Kapazität Fäkalientank 10l

Anbauten

Heckträger Fahrradträger auf Anhängerkupplung
Dachgepäckträger Dachreling mit Traversen
Stauboxen Skidachbox
Außenkochstelle Mobiler Spirituskocher (Trangia Sturmkocher)
Markise Offene Heckklappe als Schattenspender
Sonstiges
Freistehendes Vorzelt Decathlon Quechua Base Arpenaz M, seitlich oder hinten anschließbar. Die aufstellbare Wand des Zelts wird mit 2 starken Saugnäpfen am Fahrzeugdach befestigt.
Nützliche Kleinigkeiten wie eine Kreuzwasserwaage in der Mittelkonsole und Auffahrkeile zum Nivellieren des Fahrzeugs sowie ein 5 Liter großer Pacsafe für Wertsachen dürfen nicht fehlen.
Veröffentlicht 15.04.19 
Halter Lars Kuhlemann  
Aufrufe 3164 
Ausgefüllt 98%