Marcel Maillards Fahrzeug (#1294)

Magirus Deutz Wohnmobil Aus Ernst wurde Spass Aus Feuerwehr wurde Ferien Vorwort Schon seit Jahren träume ich den Traum von einem Abenteuer Camper, wer schon nicht. Bereits 1996 kaufte ich mir einen Saurer 2DM aus Armee Bestand, in sehr gutem Zustand und wollte einen Umbau zum Wohnmobil starten. Es blieb ein Wunsch, nach einer Probefahrt mit meiner Frau legte Sie Ihr Veto ein. Naja ich verstand es ja auch, bei 70 war der Lärmpegel schon sehr hoch und wirklich viel schneller lief er auch nicht. Da wir schon mehrere male meinen Vater in Südspanien besucht hatten kannten wir nur zu gut die langen Wege. Meine Frau konnte sich weiss Gott nicht vorstellen 2000km im 2 DM zu sitzen. Danach wurde wieder Geld in ein übliches Wohnmobil investiert und Ferien gemacht. Da ich schon seit meinem 25igsten Lebensjahr einen Landrover Serie III 88 besass, gab es halt Offroad Ausflüge in der näheren Umgebung. Danach folgten Landrover Serie III 109 und schliesslich ein 109 V8 mit kleinem Ausbau, Bett für zwei Personen, Kasten und Schublade mit Benzinkocher. Somit flammte mein Traum wieder auf, Korsika, oder in die Sahara, oder Pyrenaen. Die erste Testfahrt war der Geburtstag eines Freundes, bei dem wir eingeladen waren. Die Idee war grandios, feiern und dann im Ländy schlafen, somit kann man(n) auch noch etwas trinken. Da die Feier in einer Waldhütte stattfand war mein Plan mehr als genial. Gesagt getan und nach gut 11/2 Stunden fahrt waren wir am Ort des geschehen. Meine Frau konnte sich auch vorstellen damit etwas weiter zu Fahren, aber nur eine bis zwei Stunden. Auch ich machte mir so meine Gedanken, ob das was wird, vor allem der Benzinverbrauch war doch nicht zu verachten. Während der Fahrt kam auch der fehlende Stauraum und die fehlende Dusche zur Sprache, vom WC ganz zu schweigen. Waren wir doch durch unser Wohnmobil, das von Fiat Chassis mittlerweile auf MAN Chassis gewachsen war und fast mit einem Wellnessbereich ausgestattet war ein wenig verwöhnt. Naja auch nach dieser Nacht war das Abenteuer wieder in der Schublade verschwunden. War auch mein Fehler, hatte ich doch nach reichlichem Alkohol Genuss mit meinem Schnarchen den Schlafkomfort meiner Frau erheblich eingeschränkt. Obwohl das anschliessende Frühstück im Wald einfach genial war, stand der Ländy danach wieder unter einem Dach und wurde monate später wieder Verkauft. Auch mein zweiter V8 110er, den ich liebevoll Sahara getauft hatte, weil er vom Vorgänger wüsten tauglich lackiert war und mit super bequemen Rangerover Sitzen Langstrecken tauglich war, erfuhr das gleiche Schicksal. Wie es der Zufall so wollte, konnte ich auf Ricardo.ch ( ähnlich Ebay) einen neuen Benzinkocher und Benzinlampe ergattern. Der Verkäufer, auch Ländy Fahrer, erzählte mir von seinen Reisen mit dem Defender 90 und Schlafgelegenheit für eine Person. Darunter waren die Westalpen und die Pyrenäen, alles offroad. Ich wollte alles wissen wie und wo und aus dem Kurzbesuch wurde ein halber Nachmittag. Nach erfolgreicher Übergabe des Benzinkochers und Lampe, an die ich schon nicht mehr gedacht hatte, schenkte er mir auch noch eine Taschenbuch mit dem Titel XXX von XXX. Dieses Taschenbuch lass ich in der folge mehrmals durch und darin waren mehrere Touren auf alten Feldwegen und Offroad beschrieben. Alle Touren waren auf der Spanischen Seite der Pyrenäen, da ich die Ausläufer dieses Gebirges bereits bereist hatte konnte ich mir gut vorstellen dieses Buch einmal nach zu fahren. Ich wusste das sind meine Ferien. Es brauchte aber noch ein paar Jahre und etliche Versuche bis es soweit war. Meine Lösung wurde immer klarer, es muss ein Dachzelt auf ein Offroadfahrzeug sein und schon ist das Problem für das Gepäck gelöst. Alle paar Tage Campingplatz oder Hotel und auch der Wellnessbereich wurde bedient. So kam es zu etlichen Fehlkäufen von Dachzelten Marke Eigenbau und einem Militäranhänger. Der Militäranhänger sollte das Dachzelt aufnehmen und alles mit einem Landrover durch die Gegend ziehen. Mein Plan war fast perfekt. Leider nur fast. In der folge wurde alles wieder Verkauft und die nächsten Urlaube waren mit dem Wohnmobil. In der Zwischenzeit habe ich auch noch andere Bücher von gleichen Schreiberling gekauft und träumte weiter. Frankreich auf CD Istrien und Slowenien Eines Tag hatten wir Besuch, der ehemaligen Arbeitskollege (Andy) meiner Frau kam zum Grillieren und plaudern zu uns in den Jura, wir kannten uns auch schon lange und er half mir auch immer wieder für einen anderen Hobbys mit Material weiter. Fast beiläufig erwähnte er, dass er einen Defender bestellt habe und er lasse noch ein paar Sachen montieren. Lampen Bügel, 130er Felgen und noch etwas Riffelblech. Mein Kopfkino kannte fast keine Grenzen mehr. Mein Interesse war geweckt, hatte ich doch meine Ländis mittlerweile alle verkauft und fuhr wie jeder richtige Schweizer mit einem SUV zur Arbeit. Danach fand ich mich wieder auf dem Internet, endlich ein Landrover mit gutem Motor und vernünftigem Preis. War doch ein „neuer“ Gebrauchter mit 2.4 Liter Motor Euro4 immer noch günstiger zu haben als ein 300TDI mit 150000km. Mit Ford Transit Motor, Euro 5 oder 4, es ging mir nicht mehr zum Kopf raus und wie ich halt so bin Stand bei mir ein 2012er Euro 4 mit 122PS, Klima, manuellen Scheibenheber und Dachträger mit 30'000 km auf dem Tacho sehr bald vor meiner Haustüre. Auch meine Frau fand gefallen an dem Ländy, Heizung, Klima gute Sitze und ordentlich Durchzug. Das 6 Gang Getriebe hielt auch den Verbrauch in einem sehr akzeptablen Rahmen. War doch die Aerodynamic immer noch die gleiche wie bei meinen alten Benzinern. Somit war der Weg offen für den ersten Abenteuer Urlaub. Die CD von ...... mit den Reiseinformationen wurden auf Papier gedruckt und Reisefertig gebunden. Ich kaufte mir auf ebay ein neues China Dachzelt mit Zeltanbau am Heck, mein damals gekaufter Benzinkocher und Benzinlampe wurden wieder ausgegraben. Dazu kam eine kleine Chemietoilette, Wasserkanister und Kühlbox. In einem Armeeshop, kauften wir uns noch Pfannen und coole Schuhe etc etc. An der Kasse waren wir bei über 500.- Franken und ich hatte natürlich mein Portemonnaie nicht dabei. Diesen Gesichtsausdruck meiner Frau muss man(n) mal gesehen haben. Im Oktober 2013 war es endlich so weit, wir machten uns auf den Weg in die französischen Alpen und die Vorfreude und die Erwartungen waren riesig. Die erste Tour Col Aravis endete auf über 2000 Meter Höhe und wir stellten unser Dachzelt auf und kochten auf dem Benzinkocher unser erstes Outdoor Abendessen, was kann schöner sein. Ja was wohl, eine Heizung oder mindestens ein besseres Dachzelt. Ja ich weiss, es war günstig und ich wollte auch nicht zuviel investieren, aber Kondenswasser war etwas, was wir so noch nicht kannten. Ob wir eine kalte Nacht in der Höhe verbrachten oder in mit angenehmen Temperaturen, das Resultat war immer das selbe, alles Nass und mindestens zwei Badetücher mussten zum trocknen der Innenwände gebraucht werden, bevor wir das Zelt wieder zusammen falten konnten. Ferien waren Super und wir machten tolle Erlebnisse aber das Dachzelt musste einem neuen weichen. Das war schon mal klar. Was uns auch nicht wirklich gefiel war das hinaufklettern auf das Dach. Also suchte ich auch dafür einen Lösung. Mein Chinazelt war schnell verkauft und ich Kaufte ein sehr teures Hardschalenzelt, welches wir auf einen Anhänger montierten und die nächsten Ferien wurden geplant. Da wir die Touren aus dem Buch nicht alle gemacht hatten war klar wie es weiter gehen soll. Auch unser Freund Andy wurde hellhörig und wollte auch seinen Defender einmal Artgerecht ausführen, also planten wir gemeinsam die Touren aus dem Buch XX noch einmal in Angriff zu nehmen. Dieses mal im Mai 2014. Das neue Dachzelt war der Hit, ich hatte zusätzlich noch einen Lattenrost einbaut und so war die Matraze unterlüftet und um ein vielfaches bequemer. Die Ferien wurden ein richtiger Hit und auch unser Freund war begeistert und noch während dem Urlaub waren wir uns sicher das wir auf Level 2 wollten, sprich noch mehr Offroad und noch einsamere Wege. Ich erzählte von meinem Buch über die Pyrenäen und die nächsten Pläne für mein Offroadfahrzeug wurden in Angriff genommen. Meine Idee ging Richtung Pickup mit Kabine ähnlich EXCAP, Aluriffelbleche und Schlafdach. Alles Isoliert, mit Stauraum usw. Ich lies mir Offerten machen und sammelte Ideeen in dieversen Zeitschriften. Das Dachzelt und der Ländy wurden zum Verkauf ausgeschrieben und mit dem Geld sollte das neue Projekt Zeitgerecht für den bevorstehenden Urlaub bereit sein. Bald wurde ich fündig und zwar in zweierlei Hinsicht. Ich fand eine Kabine zum erschwinglichem Preis, made in switzerland, leider leer was sich aber später als Glücksfall herausstellte. Zum zweiten wollte ich einen Toyota Hixlux 3Liter Diesel, aber diesen fand ich nicht in meiner Preisklasse, dafür fand ich einen 2002er Nissan Navara mit erst 28000km in absolut neuwertigen Zustand. Der Ausbau wurde Isoliert mit X-Terme Isolationsmaterial und ein „Hubbett mit Lattenrost wurde im Schlafdach installiert und die Möbel wurden mit dem System von 4x4 innenausbau.de gefertigt. Da stand er nun mein Traum, dicke Reifen, Aluriffelblech Aufbau. Er sah einfach toll aus. Auch meine Frau war begeistert, hoher Schlafkomfort, kein Kondenswasser und sehr bequemes reisen mit dem Nissan. Warum kein Ländy mehr? Dafür gab es mehrere Gründe, zum ersten hatte ich auf langen Touren mit geringer Geschwindigkeit immer eine Starke Rauchentwicklung und auch einen unangenehmen Geruch. Nach einer kurzen Fahrt mit Vollgas war alles wieder Gut, aber halt nervig. Zum weiteren war ein Ländy Pickup fast Unerschwinglich für mich. Dazu kam, das diese Japanischen Fahrzeuge sehr komfortabel waren und die Geländetauglichkeit für uns absolut ausreichte. Klar Ländy bleibt Ländy und sieht halt einfach schon nach Abenteuer aus. Der Nissan hatte sich auf mehren Reisen bewährt und wir nutzten Ihn auch jetzt noch, obwohl das neue Projekt vor der Haustüre steht. Ja da ist er wieder, mein Traum vom Allradlkw, ja klar er war immer da nur die Zeit muss Reif sein. Und auch meine Frau ist mittlerweile von der absoluten Notwendigkeit eines solchem Fahrzeug überzeugt. Fast jedenfalls. Durch die diversen Offroad Abenteuer, habe ich auch immer mehr Zeitschriften (Explorer) etc, Homepage, Youtube etc. Konsumiert und mir war klar. Es muss ein kleiner LKW her. Ein Fahrzeug für 400000.- Euro und mehr kann ich mir nicht leisten und ich will etwas einfaches mit überschaubarer Technik zu einem Vertretbaren Preis. Und weil es beim Pickup Spass gemacht hatte und auch gut geklappt hatte, war ich mir sicher ich mache alles selbst. Nun Stand der Suche für einen LKW nichts mehr im Weg, also Los. Die Wüste kann kommen..... Fahrzeugsuche Fahrzeugsuche hörte sich einfacher an als es war, ich wollte etwas altes einfaches zum erschwinglichen Preis, aber das Suchen alle. Schon beim Ausbau von meinem Pickup hatte ich mir das Buch Wohn.. von XX gekauft und immer darin gelesen und auch viele Storys von den Selbstbaubern gelesen. Es gibt tausend Möglichkeiten und noch eine dazu, zum einen Offroadcamper zu kommen, aber alles hat vor und Nachteile. Aus den letzten Reisen mit meiner Frau und Andy (immer noch im Defender, mittlerweile fast Top ausgestattet) habe ich eine Erfahrung gemacht die ich ganz Besonders wichtig finde und zwar die Grösse der Fahrzeuge. Wendig und klein muss es sein, aber doch gross genug für Dusche, WC und Schlafraum. Der Verbrauch wird auch immer wichtiger, aber auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Somit viel meine erste Wahl natürlich auf einen Mercedes. 817 mit Allrad. So ähnlich wie Sternchen, Natoshelter aus dem Buch Wohn...... Aber die Suche war nicht wirklich erfolgreich. Natoshelter haben mich nicht überzeugt, Gewicht, Grösse und auch der Zustand war nicht immer Toll. Auch bei der Schweizer Armee wurde ich nicht fündig. Als Schweizer war mir auch der Saurer 6DM an Herz gewachsen aber auch der wurde den Anforderungen von Grösse, Verbrauch und Ersatzteilversorgung nicht gerecht. Somit landete ich sehr schnell bei zwei Modellen, der Unimog 434 und dem Magirus Deutz 160M8 bzw. Iveco 9.170 je nach Baujahr. Alle diese Fahrzeuge waren bei unseren Feuerwehren im Einsatz und in guten, fast neuwertigen Zustand. Die Kilometerleistungen waren zu vernachlässigen, lagen diese doch zwischen 8000-30000km was eigentlich keine Probleme bei solchen Fahrzeugen darstellt. Nach suchen auf verschiedenen Plattformen, Internet, Zeitungen und direkt bei Feuerwehren, wurde ich fündig. Bei der TOPOC in ..... fand ich einen Magirus Deutz FAL160M8 mit ca 33,0000km in einem akzeptablen Zustand und nicht zu Teuer. Das TFL der Feuerwehr Walenstadt hatte ein Totalgewicht von 8500kg was in dieser Klasse durchaus üblich ist und auch die Möglichkeit bot ein Wohnmobil zu bauen mit 7.49 Tonnen Gesamtgewicht. Dieses Gewicht scheint mir noch wichtig zu sein, erstens weil dies einen Einfluss auf die Maut Gebühren haben kann und der Wiederverkaufswert. Ich besitze den LKW Führerschein DE ohne Einschränkungen, aber mögliche Käufer vielleicht nicht. Aufbau Nachdem ich jetzt wusste welches Fahrzeug es wird kam die Frage nach dem Aufbau. Da ich weder einen Shelter noch sonst einen Aufbau gefunden hatte entschloss ich mich erst einmal die Substanz des Original Feuerwehr Aufbaus zu prüfen und entschloss mich mit diesem etwas zu machen. Ich begann den Aufbau auszuräumen und siehe da, die Bodenfreiheit die mir bei der Besichtigung des Fahrzeug etwas sorge gemacht hatte begann sich immer mehr zu erhöhen. Leider gestaltete sich diese Arbeit als sehr schwierig, da der Innenausbau für die Ewigkeit gebaut war. Gefühlte 1Milion Schrauben und weiss ich was alles waren zu demontieren. Nach fast 40Stunden Arbeit war der Ausbau Leer und das Fahrzeug leicht wie eine Feder. Gut eine etwas schwerere Feder, wurde doch auch der Magirus mit Deutzmotor für die Ewigkeit gebaut. Da stand ich nun und mass was ich mit meinem Microaufbau wohl anfangen soll. 3.70m lang und ca. 2.10m breit und natürlich keine Stehhöhe. Meine Frau war sichtlich enttäuscht, sprach ich doch immer von einem LKW und nicht von einem kleinen Bus. Nun ja, es kamen nach und nach Ideen wie der Innenausbau gestaltet werden soll und halt auch nicht alle Welt kosten soll. Ich machte Pläne und meine Frau und ich besprachen die vor und Nachteile der verschieden Varianten. Auch hatte ich mich entschieden die Türe die hinten, in der Mitte zu behalten. Was sicher ein Nachteil für das Reserverad darstellt, aber auch mehr Platz bringt und auch Geld und Zeit spart. Das Problem mit dem Reserverad hebe ich mir für später auf. Und wer braucht schon ein Reserverad, ich habe ja ein Handy. Nach dem wir uns für einen Grundriss entschieden hatten machte ich ein 3Dmodell aus Papier, somit konnten wir uns auch besser Vorstellen wir der Innenausbau werden soll. Das Problem mit der Stehhöhe und mit der Länge wird wie folgt gelöst: 60cm Dacherhöhung und bei der Länge werde ich noch ca. 20Cm in Richtung Fahrerhaus finden, in Form eines kleinen Anbaus. Somit sind die Traummasse erreicht. Länge unter 6 Meter Breite ca. 2.20 Meter Höhe 3.40 Meter inkl. Dachreling Technische Ausstattung 300 Liter Wasser in 2x 150 Liter Kunststoff Tank 50 Liter Abwasser Tank Kühlschrank 96 Liter Dometic Gas Kochherd mit Backofen Gas Heizung und Boiler Diesel Batterie Ladung B2B 24Volt 12Volt Chemie WC Die ersten Arbeiten für den Aufbau konnte ich in Angriff nehmen, bis jetzt war ja nur Demontieren angesagt. Das erreichen der Stehhöhe war die erste Arbeit die mich meinem Traum näher bringen wird. Da ich aber für diese Grösse Fahrzeug keine Halle habe bin ich auch auf das Wetter angewiesen. Ich bestellte das Nötige Material in Form von 40x40 Vierkant Stahlrohr, analog zum bestehenden Aufbau. Nachdem ich das Material in meiner Garage vorbereitet hatte ging es an die Arbeit. Ich hatte die 60cm Langen Vierkantrohre vorgängig mit Winkelprofilen verstärkt. Dies hatte nichts mit der späteren Stabilität zu tun sonder war lediglich eine Hilfe. Meine Idee war Folgende: ich nehme am Freitag Abend unsern 2Achs LKW mit nach Hause, der einen Kran am Heck hat. Ich hebe das Dach leicht an und Trenne die Vierkantrohre ab ( 8 Stück) und Stecke die Vorbereiteten 60cm Vierkantrohre einfach dazwischen ohne sofort schweissen zu müssen. Vor dieser Arbeit hatte ich etwas Respekt, ich hatte so was noch nie gemacht. Diesen Satz werde ich wahrscheinlich noch ein paarmal bedienen, weil alles was jetzt im Kabinenbau auf mich zu kommt wird Neuland für mich sein. Der besagte Freitag Abend kam und ich hatte beide LKW vor der Haustüre. Ich war sichtlich nervös als ich langsam mit der Trennscheibe Stütze für Stütze abtrennte. Alles lief nach Plan und nach ca. 6 Stunden war die Stehhöhe Wirklichkeit geworden und ich konnte mit dem Verschweissen der Nähte beginnen. Zusätzlich werde ich noch die Horizontalen Verstrebungen einschweissen und mit kleinen Knotenblechen verstärken. Der Plan zum Kabinenbau ist eigentlich ganz einfach. Wenn ich das Grundgerüst fertig geschweisst habe, werde ich des ganze mit Aluplatten bekleben und mit Pop-nieten fixieren. Der Sikakleber .... aus dem Fahrzeugbau soll eine Dauerhafte Verbindung in Verbindung mit den Nieten schaffen. Danach wird der Ganze Aufbau Innen Isoliert und die Aussparungen für Garage, Fenster und WC Entleerung angebracht. Danach Technik und Innenausbau und Fertig, ok so schnell wird es nicht gehen, leider muss ich nebenher noch zur Arbeit und das Wetter wird mir wahrscheinlich auch ab und zu pausen aufzwingen, solange ich noch aussen Arbeite. Ich denke das ich dann beim Innenausbau etwas mehr machen kann und auch die Abende bzw. Die Sonntage nutzen kann. Also werden wir mal sehen, jedenfalls werde ich den Bau mit diesem kleine Taschenbuch weiter beschreiben und auch viele Fotos mit liefern. Mein Ziel ist es mit diesem Buch andere Personen zu unterstützen und auch einen Teil dazu beitragen zu können, wenn sich jemand seinen Traum mit einem kleineren Budget verwirklichen will. Auch ich habe sehr viele Ideen im Internet oder in Büchern gefunden, bei jedem Beitrag konnte ich für mich einen kleinen Teil herauspicken um mein Grosses Ganze innerhalb einer nützlichen Frist zu erreichen. Ich werde mich auch nach dem Moto wenden , so gut als möglich, aber auch so gut als nötig. Ich werde mich auch immer wieder mit Occasions Teilen behelfen und auch ausgebautes Material aus meinem Feuerwehr Fahrzeug verwenden. Zum Beispiel, bei der Suche nach einem Kühlschrank bin ich auf einen fast neuen Kühlschrank gestossen, bei der Abholung hat uns der Verkäufer auch diverse Möbel angeboten und ich habe sie gekauft. Was ich alles brauchen kann, steht noch in den Sternen. Aber mein Budget ist doch sehr begrenzt und somit werde ich wahrscheinlich viele Occassions Teile verwenden, sofern es sinn macht und in mein Konzept passt. All dies soll es mir ermöglichen, meinem Traum etwas näher zu kommen und auch irgendwann ein Foto von den nächsten Abenteuer in der Wüste oder wo auch immer zu Posten. Auch wird der Neubau nicht mein einziges Hobby bleiben, Andy, meine Frau und ich planen schon jetzt wieder eine Reise für den Sommer 2018 mit dem Defender und dem Nissan. Auch diese Eindrücke und Ideen werden in das aktuelle Projekt einfliessen und es für meine Bedürfnisse annähernd perfekt zu machen. Und für meine Frau so erträglich wie möglich, sind doch die Bedürfnisse von Mann und Frau etwas unterschiedlich. Soll eine Reise aber zum Erfolg werden muss man(n) versuchen beides zu realisieren. Aber Trotzdem versuchen das Fahrzeug nicht 20Meter lang werden zu lassen und 40 Tonnen schwer. Folgende Kapitel möchte ich beschreiben. Fahrzeugaufbau leeren Grundgerüst Aluplattenanbringen Isolationsmaterial Innenausbau Technik Fahrerhaus Mechanik, Service etc. Und Optimierungen Fahrzeugaufbau leeren nach dem ich mit Grosser Unterstützung von der Garage Topoc Herr Sigrist meinen frisch gekauften Magirus Deutz quer durch die Schweiz gefahren hatte. Die Unterstützung bestand darin, dass ich die Garagennummer benützen durfte, was mir die Abholung wesentlich erleichtert hat. Hätte ich doch sonst mit einem Tiefgänger den Magirus holen müssen. Am 17. März 2018 stand der ex Feuerwehr, der Feuerwehr Walenstadt vor meinem Haus, bzw vor unserem Haus. Meine Frau legt grossen wert auf dieses Detail, darf Sie unser Haus ja auch putzen. Ich, nein ich habe keine Zeit. Ich schaue für das grosse ganze und baue einen Camper für unsere zukünftigen Reisen. Da Stand er nun und es war Sau Kalt, hatte ich zwar zwei garagen aber keine in der der kleine Magirus gepasst hätte. Da ich in einer Baufirma arbeite und wir eigentlich nicht arbeiten wenn es kalt ist musste ich diese Zeit gleichwohl nutzen und mich bei minusgraden an die Arbeit machen. Dieses leerräumen war für mich sehr wichtig, weil mein Plan darauf basiert den Originalen Aubau zu nutzen. Sich wäre es einfacher gewesen einen GFK Aufbau zu kaufen und diesen auf einen entsprechenden Zwischenrahmen zu setzen. Die Kosten wären sicher auch in einem vernünftigen Rahmen gewesen, aber ich habe ja das Fahrzeug mit Aufbau gekauft, dieser war Swissmade und auch sehr Sauber gearbeitet. Nach ca. 30 Stunden Arbeit war der Ausbau so weit als möglich geleert und ich brachte Stahl und Aluminium in die Recycling was mir Sage und schreibe 135.- Schweizer franken brachte. Alle Aluminium bleche, Holzplatten und Aluwinkel habe ich fein säuberlich zur seite gelegt. Evtl. Kann ich dies für meinen Ausbau wiederverwenden. Diese Arbeit hat die Bodenfreiheit des Magirus sehr stark erhöht, worüber ich sehr froh bin. Erspart mir dies doch eine Fahrzeughöherlegung. Diese Arbeit hatte ich aber grundsätzlich unterschätzt, weil alles bis ins letzte wirklich für die Ewigkeit gebaut war und alle Schrauben waren Schlitzschrauben die ich fast nicht lösen konnte. Ich war froh endlich diese Arbeit fertig zu haben, denn was jetzt kommt geht Richtung Aufbau und bringt mich meinem Ziel etwas näher.

Allgemeine Angaben

Fahrzeughersteller und Typ Magirus Deutz 160M8 FAL
Name des Halters Marcel Maillard
Land der Zulassung Schweiz
Baujahr 1979
Fahrzeug steht zum Verkauf? Nein

Motor

Motortyp BF6L 913
Hubraum 6128
Zylinderzahl 6
Motorleistung in PS 145
Drehmoment ca. 450

Fahrgestell

Radformel (4x2, 4x4, 6x6, 8x8) 4x4
Radstand 2.85
Anzahl der zugelassenen Sitze 3
Reifengröße 365785 20
Felgen 11x20
Reifenart Conti
Tankkapazität 125
Dieselfilter Ja
Allrad zuschaltbar oder permanent permanent

Aufbau

Aufbauhersteller Eigenbau
Kabinenmaße (Innen) 3,80
Kabinenmaße Abmessungen (außen) 3.95
Material der Kabine Alu
Art und Stärke der Dämmung Styrodur 50mm
Anzahl der Schlafplätze 2
Fenster 3
Zwischenrahmen Original Hämmerli
Sonstiges
Ich habe versucht, so viel wie möglich wieder zu benützen.

Grundriss

Erläuterung Grundriss
Grundriss für 2 Pesonnen, Bett 1,60 x 2,.0 ,kleine Sitzgelegenheit, Küche, Bad und WC

Möbelbau

Material des Möbelbaus Sperrholz
Sonstiges
Div. Möbel werde ich von einem Fendt Wohnwagen übernehmen, sehr gute Qualität und hat mir auch sehr gut gefallen.

Kocher

Kocher Thedford Triplex
Gasinstallation 2 Flaschen
Sonstiges
Backofen ist für mich sehr wichtig, Bort machen oder aufbacken und auch mal einen Braten oder etwas überbacken etc.

Kühlschrank, Kühlbox

Hersteller und Typ des Kühlschrank Dometic
Sonstiges
90 Liter occassion, auch aus Fendt Wohnwagen

Stromkonzept

Stromspannung im Chassis 24
Stromspannung im Aufbau 12
Ladewandler 24-12V ja
110V / 230V im Aufbau? Nein
Wechselrichter ja 200Watt

Batteriekapazität im Aufbau

Batteriekapazität im Aufbau 140AH
Batterietyp Säure
Batterieladegerät für Aufbaubatterien Aufladung vom 24Volt und bei Landstrom mit 220Volt
Batterieüberwachung Kontrollbildschirm
Sonstiges
Einfaches System, wird nur für Beleuchtung, Heizung und Wasserpumpe gebraucht

Stromgewinnung

Solarkapazität 100w
Solarregler 30A
Brennstoffzelle Nein
Generator 2600Watt
Sonstiges
Zum laden der Batterie in der Wildnis

Heizung

Hersteller und Typ der Heizung Webasto Dual Top Evo 8
Warmwasseraufbereitung dito
Fahrerhausheizung Original Oelwärmetauscher
Sonstiges
Mit Diesel, somit reicht Gas länger für Kochen und Kühlschrank

Gasanlage

Erläuterung Gasanlage
Gas für Kühlschrank Gaskocher und Backofen

Wassersystem

Wasserführung Schläche
Wasserfiltersystem nicht vorhanden
Volumen der Frischwassertanks 300
Volumen der Abwassertanks 50
Sonstiges
Einfache Wasserversorgung für Dusche und Küche

Toilette

Hersteller und Art der Toilette Thedford
Kapazität Fäkalientank 18
Sonstiges
Einfaches ChemieWC

Anbauten

Heckträger Für Reseve Rad
Dachgepäckträger nicht vorhanden
Stauboxen Schwiegermutter kommt nicht mit
Außenkochstelle Benzinkocher
Markise Store 3,80 meter
Sonstiges
Fiammastore ganze Aufbaulänge
Veröffentlicht 28.10.18 
Halter Marcel Maillard 
Aufrufe 453 
Ausgefüllt 100%